Im Interview mit Nordbayern.de: Fotos im Freibad können teuer werden

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27. März 2020

Im Interview mit Nordbayern.de: Fotos im Freibad können teuer werden


Jann Brauner im Interview mit Nordbayern.de


FORCHHEIM - Zum Badebesuch gehören die Smartphones ganz selbstverständlich dazu - und damit auch eine Kamera, gerade hier, wo man auf Kleidung verzichtet, kleine Kinder vielleicht sogar ganz nackt plantschen. Was tun, wenn jetzt einer auf den Auslöser drückt? Wir haben mit dem Bamberger Rechtsanwalt Jann Brauner gesprochen.

Herr Brauner, darf man so einfach mit seinem Smartphone im Freibad fotografieren?
Zunächst muss man die Hausordnung des Schwimmbades beachten. Viele Schwimmbäder haben bereits ein generelles Verbot von Fotoaufnahmen ausgesprochen. Darüber hinaus besteht das Recht am eigenen Bild. Jeder muss grundsätzlich einwilligen, wenn ein Foto gemacht wird, insbesondere im Schwimmbad. Fotos im Schwimmbad können sehr schnell das Persönlichkeitsrecht einer Person verletzen.

Was kann und sollte man tun, wenn man selbst ungewollt fotografiert wurde?
Wenn man im Schwimmbad den Eindruck hat, dass man ungewollt fotografiert wurde, wäre sicherlich der erste Schritt, den Fotografen aufzufordern das Bild zu löschen. Sofern er dem nicht nachkommt, sollte man den Bademeister aufsuchen, denn er kann das Hausrecht ausüben. Der Bademeister sollte dann erneut den Fotografen auffordern, das Foto vollständig zu löschen. Außerdem sollte er die Personalien feststellen, damit man im Nachgang mögliche Ansprüche durch den Anwalt geltend machen kann.

Und was kann man machen, wenn man es nicht bemerkt und später im Internet auf diversen Social Media Kanälen auf solche Bilder stößt?
In diesem Fall ist die Einschaltung eines Anwaltes notwendig. Man hat die Möglichkeit, mehrere Ansprüche geltend zu machen. Hierzu gehört der Anspruch auf Löschung, der Unterlassungsanspruch, das heißt, dass derjenige es in Zukunft unterlässt dies zu wiederholen, und eine Entschädigungszahlung.

Hier der Beitrag auf NORDBAYERN.de

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